Translate

Donnerstag, 27. November 2014

Filmclip der Ausstellungseröffnung "WENDEZEIT"

Filmclip der Ausstellungseröffnung "WENDEZEIT" in der Volksbank Mittelrhein in Koblenz/ Rizzastrasse. Die Ausstellung ist dort noch bis zum 13.Dez. zu sehen. Vielen Dank den Kollegen von TV-M für die zur Verfügungstellung des Videoclips.

video

Dienstag, 11. November 2014

Berichterstattung zur Vernissage der "WENDEZEIT" Ausstellung

Vielen Dank den Kollegen der Rhein-Hunsrück-Zeitung für die gute Berichterstattung zur Vernissage der "WENDEZEIT" Ausstellung in der KSK Simmern

Zur besseren Lesbarkeit und vergrößern bitte auf die Bilder klicken !
Weitere Presseberichte:




Samstag, 1. November 2014

Vielen Dank meinen Freunden von Lichtwert e.V. aus Karlsruhe für den schönen Bericht über meinen Vortrag !

Fotowoche 2014 | Herbert Piel

Vorschaubild_37 Vom Glück hinter der Kamera
Herbert Piel bei Lichtwert e. V.

“My Life – my work – In Pictures – In Stories!”

31. Oktober 2014: Halloween – doch rund 40 Mitglieder und Gäste steht nicht der Sinn nach Monstern, denn Reportage-Legende Herbert Piel gastiert bei Lichtwert e. V..
Es ist nicht das erste Mal, dass Herbert Piel dem Verein einen Besuch abstattet – fast exakt vor einem Jahr war er bereits schon einmal hier und fühlte sich sichtlich wohl. Damals versprach er: Ich komme wieder – was angesichts des heutigen Abends kein leeres Versprechen ist:
Gewohnt entspannt und freundlich eröffnet Piel seinen Vortrag. Einen Einblick will er geben, in seine Arbeit, in sein Leben, in seine Bilder. Und er will die Geschichten hinter den Bildern erzählen:
Die Zuschauer sehen Bekanntes – Sterntitel, Spiegel-Reportagen – bei vielen Bildern denkt sich der Zuschauer überrascht: Das kenne ich doch! Und fragt verwundert: Das hat DER geschossen?! Und das sieht Herbert Piel ein Bisschen als Wermutstropfen an seinem Schaffen: Er fotografierte für nahezu alle namhaften Agenturen, von AP bis Reuter und somit standen diese Namen oftmals unter seinen Bildern. Der Name Herbert Piel wurde selten erwähnt.
Doch seine Bilder schaffen es, binnen Minuten die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen: Piel zeigt Alltägliches, Besonderes, Besinnliches, Dramatisches und Furchtbares – doch alles aus der Distanz des Beobachters. Er hebt keinen moralischen Zeigefinger, er beschreibt, macht deutlich, weist auf Details hin. Urteile und Wertungen fallen keine, zumindest nicht in seinen Bildern – das ist nicht die Art eines Herbert Piel, der dafür viel zu professionell ist. Sich eine Meinung zu bilden, überlässt er dem Betrachter – ganz im Gegensatz zum heutigen Mainstream.
Er zeigt Arbeiten von Kollegen, kommentiert angehende Fotografen, die er in der Leica Masterclass-Akademie ausbildet und plaudert launisch über manche Story, die sich hinter dem großen politischen Vorhang zutrug. Er bringt Geschichte aus vier Jahrzehnten Bundesrepublik, kommentiert professionell aus völlig neuen Blickwinkeln manch große Ereignisse und lenkt den Blick auf Details jenseits der Schlagzeile.
Irgendwann ist der Vortrag dann am Ende. Dass es volle 3 Stunden waren, verrät nur ein Blick auf die Uhr. Oder das Gefühl im Allerwertesten, dass von der Sitzfläche der nicht unbedingt für solche Überlängen gebauten Stühle ausgeht.
Am Ende kommentiert eine Kollegin in einem kurzen Einspieler, dass sie irgendwann die Mauer zwischen dem Geschehen und sich nicht mehr aufrecht halten konnte. Herbert Piel meint dazu, dass er froh war, dass er diese Mauer sich immer bewahren konnte. Um authentisch zu bleiben, um objektiv zu fotografieren und auch – um das Glück hinter der Kamera nicht zu verlieren. Denn letztlich, so meint er – soll das, was man tut, doch Spaß machen!

_DSC2523
_DSC2492
_DSC2498
_DSC2505
_DSC2513
_DSC2515
_DSC2526

Montag, 27. Oktober 2014

Erinnerungen an analogem arbeiten als News-Fotograf

Erinnerungen an analogem arbeiten als News-Fotograf

Bei meinen Vorbereitungs- und Recherche-Arbeiten für meine vier aktuell kommenden paralellen Fotoausstellungen „WENDEZEIT“
anl. des 25. Jahrestages des Mauerfalls tauchte immer wieder neben dem Namen Leica ein Name auf, der mich ebenfalls schon mein ganzes Berufsleben seit 1975 begleitet hat:

ILFORD, genau wie meine Kameramarke Leica ein Begriff, der für mich in meiner fotografischen Laufbahn immer präsent war, ob als Film oder als Papier, als normales Papier oder später als Multigrade.
Zwei Markennamen die mich immer begleitet und sicherlich auch meinen persönlichen Stil seit Mitte der 1970er Jahre geprägt haben.
Ich bin in der Zeit wirklich nicht pfleglich mit dem Material umgegangen, da mussten Filme wie der 400er Ilford HP5 auf 1600 ISO gepuscht werden,
manchmal auf 3200 ISO, mit fast 30 Grad warmen Entwickler in irgendwelchen zur Verfügung stehenden Kellern oder dunklen Räumen entwickelt werden,
Aktualität war alles in der schnellen Presse-Agentur-Zeit z.B. für Associated Press.
Ich erinnere mich, das ich mich selbst mal geprüft habe, 7 !!! (in Worten: sieben) Minuten, vom belichteten Negativ bis zum nassen Print auf dem transportablen
analogen Bildfunkgerät, das ich, wenn es möglich war und ich irgendwo eine Telefonbuchse gefunden habe, mit Krokodilklemmen an eine analoge Telefonleitung geklemmt habe.
Zu der Zeit war ich wie z.B. bei der Großdemo 1981 gegen das AKW Brokdorf mit zwei Koffern unterwegs, im einen das transportable Labor,
ein kleiner Durst Vergrößerer mit toller Schneider Optik und diversen Flaschen für Entwickler, Fixier- und Stoppbad, sowie diverse Kleinteile, Zangen,
Klammern, Schere und Filmabstreifer, in der anderen Kiste das transportable Hell Bildfunkgerät TS 1086.
So ausgerüstet konnte ich das bekannte „Brokdorf-Foto“ aus dem Keller eines Bauerhofes, deren Anwohner die Gegend wegen der Demo verlassen hatten,
aktuell auf den Bildtisch zur AP nach Frankfurt senden. Dort wurde es aufbereitet und dann international in alle Welt verschickt: belichtet auf Ilford Film und Papier.


So ging Bildübertragung damals, ohne Iphone, Ipad oder Labtop
Zunächst wurde das Gerät ans Netz und an eine analoge Telefonleitung geklemmt, bevor man das Foto auf die Bildrolle aufspannte.
Die ausnutzbare Bild­fläche hat ein Format von 355 mm x 200 mm, bzw. 355 mm x 260 mm.
Beim Abtasten des Fotos wurde ein Lichtpunkt auf die Bildoberfläche des auf der Walze rotierenden Fotos projiziert.
Das von dieser Oberfläche reflektierte Licht gelangte über das Objektiv zum Fotoelement. Hier wurde aus dem optischen ein entsprechendes elektrisches Signal gewonnen und anschließend verstärkt. Weiße Bildteile reflektieren bekanntlich sehr viel Licht, schwarze sehr wenig.
Alle Halbtöne im Bild reflektieren darum je nach hellerem oder dunklerem Grauwert mal mehr, mal weniger Licht.
Das Fotoelement im Abtastsystem des Senders gab dabei ein Signal ab, das dem abgetasteten reflektierten Licht vollkommen entsprach.
Auf der Empfangsseite entstand aus dem elektrischen Signal ein Telebild, ein Faksimile des Originalfotos.
Durch den kontinuierlichen Vorschub des Abtastsystems bedingt, wurde das auf der rotierenden Walze befindliche Foto schraubenlinienförmig bis zum Bildende abgetastet.

 
Dadurch, das bereits die Filme und danach auch das Papier im Entwicklungsprozess fast „gekocht“ wurden, gab es natürlich einen starken Aufriss des Filmkorns und des Gesamtkontrastes. 
Aber das war zu der Zeit für die aktuellen Tageszeitungs- und Magazin-Produktionen ziemlich egal.

Hauptsache schnell musste die Bildvorlage in den Redaktionen sein. 

Und mein Lieblingsfilm kristallisierte sich dabei sehr schnell heraus: zunächst noch für kurze Zeit der HP4 dann ab 1976 der Ilford HP5. Er verzieh manch Unachtsamkeit in der Belichtung und Entwicklung.
Genutzt habe ich konfektionierte Ware als auch Rollenware.
Ebenso wie das Papier: Ilfospeed.
Und damit natürlich auch der legendäre ILFORD ILFOSPEED 4250 TROCKNER.









Diese damalige Arbeitsweise, grobes Korn, harte Kontraste,  sollte mir fast 35 Jahre später noch größeres Kopfzerbrechen bereiten.

Denn als ich vor ein paar Jahren begann , die besten Fotos aus meiner News-Zeit für Ausstellungen vorzubereiten, kaufte ich modernes Papier, Entwickler und mietete mich in einem Labor eines befreundeten Kollegen ein.
Nach den ersten 20 Prints gab ich ernüchternd auf: Das waren nicht „meine“ Bilder,
die ich da von den alten Negativen vergrößerte: Alle Graustufen und feinste Abstufungen dieser Welt hatte ich in den Prints, ich erkannte meine Bilder nicht wieder......das war nicht „ICH“!, nicht meine Bilder !

Da kam mir eine Idee....hatte ich doch in eine Kiste, fast alle von mir jemals gefunkten Fotoabzüge verwahrt, die ich dann auf einem High res Trommelscanner professionell einscannte. 

Davon wurden dann auf bestem Ilford Gold Mono Silk
Papier Fotos und Großdrucke von 30x45cm bis 50x70cm geprintet, die genau meine damaligen Intuitionen widerspiegelten:
Es wird damals Gründe gegeben haben, warum ich welchen Bereich aufgehellt oder abgedunkelt habe, welchen Ausschnitt ich genommen habe, alles bildwichtige Punkte, an die ich mich heute nicht mehr erinnere, die aber „meine“ Bilder, so wie ich sie in Erinnerung habe, ausmachten.

Es ist schon selten, wenn man 39 Jahre seines Berufslebens mit zwei großen Traditionsmarken treu und verläßlich bis heute verbunden ist: 
Ilford und Leica.
 
Im Oktober 2014
Herbert Piel

LEICA Masterclass workshop in Salzburg/ Austria

Just back from my LEICA Masterclass workshop in Salzburg/ Austria with unbelievable motivated participants . As a special surprise and additional highlight, there was the visit of Mr. Leica: Andreas H Kaufmann and family, and everyone could see his enthusiasm for the Leica product even close! Many thanks to Lisa Kutzelnig for logistics support and the delicious coffee spot! ;-)

Gerade zurück von meinem Salzburger LEICA MasterClass Workshop mit einer tollen Teilnehmertruppe. Als besonderes Überraschungs-"Gutzi" und Zusatz-Highlight gab es dann noch den Besuch von Mr. Leica: Andreas H Kaufmann und Familie, und jeder konnte seine Begeisterung für die Leica Produkt einmal hautnah erleben ! Vielen Dank an Kutzelnig Lisa Alessandra für die Logistik Hilfe und den leckeren Kaffee vor Ort !

Freitag, 17. Oktober 2014

Video-Trailer zu den kommenden Ausstellungen 2014/15 zum Thema "WENDEZEIT!"

video

Oder in HD auf VIMEO: https://vimeo.com/109252839

"WENDEZEIT!" Kommende Ausstellungen und Fundstücke...

Was man alles so nach 25 Jahren so in verschiedenen Fototaschen findet, wenn man 3 Ausstellungen zum Thema "WENDEZEIT" vorbereitet!

Teil:1. Übrigens, es gibt noch Ausstellungskataloge zu den Ausstellungen mit persönlichen Anmerkungen !
http://pielmedia.blogspot.de/2014/06/ausstellungsbuch-wendezeit-format.html


Hier die Ausstellungseröffnungen in chronologischer Reihenfolge:






 Und ab dem 18.März 2015 / 19:30h wird sie dann im Landtag des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz zu sehen sein.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Wie die Zeit vergeht.....1.Preis RÜCKBLENDE 1994

Bereits vor 20 Jahren gewann ich der wichtigsten Preis für Bildjournalisten in Deutschland, den 1. Platz im "RÜCKBLENDE" Fotowettbewerb. Mein Pech, es war das letzte Mal, daß dieser Preis ohne Prämie oder/ und Kamerageschenk in der Landesvertretung in Bonn übergeben wurde.
links: Herbert Piel, rechts Karl-Heinz Klär, Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa.